Wohnen mit Bezug zur Technikgeschichte.
Die Mühle Ittenhausen im Jahr 2019.

 

Das im Jahr 1198 erstmals urkundlich erwähnte Friedrichshafener Kulturdenkmal hat eine bewegte Geschichte. Seit dem Mittelalter Nutzung der Wasserkraft zur Mehlproduktion, Zeiten der Verwahrlosung, Instandsetzungen, jahrzehntelanger Dornröschenschlaf... heute findet man hier außergewöhnliche Einheiten zum Wohnen, Arbeiten, Präsentieren und Feiern.

Die ersten Wassermühlen wurden bereits in vorchristlicher Zeit in Mesopotamien entwickelt. Bis ins Mittelalter setzten sich diese in ganz Deutschland als Antrieb für Mahlwerke und andere Maschinen durch. Jedes im Gebäude noch vorhandene Technikdetail vermittelt einen Bezug zu historischen Erfindungen und schafft eine Brücke zum Heute.

 

Die nach modernen Standards sanierten Räume machen spürbar, wonach wir heute suchen: Frische Ideen und ungewöhnliche Lösungen, die historisches Wissen mit aktuellen Ansprüchen verweben und so einen positiven Beitrag für die Zukunft unserer modernen Informationsgesellschaft leisten.

 

Bei Herstellung und Lagerung von Mehl waren Holzschutzmittel schon immer tabu. Diese Vorgabe wurde bei der Sanierung fortgesetzt: Gesundes Wohnen durch konsequente Vermeidung künstlicher Materialien. Schön restaurierte, mit Naturölen behandelte Holzböden. Mit Kalk verputzte, helle Wände. Darüber hinaus: Modernste Kamintechnik für angenehmes Ambiente, ursprünglicher fast unveränderter Zuschnitt der Räume. Hohe thermische Behaglichkeit durch Verwendung kapillaraktiver, diffusionsoffener Baustoffe.