Die Zukunft des markanten und Ortsbild prägenden Bauwerks stand bei der Sanierung und Nutzungsänderung im Mittelpunkt. Trotz Umsetzung der Energiesparverordnung wurde erreicht, dass Ursprünglichkeit und Zuschnitt der Räume ein Lebensgefühl wie im Jahr 1900 vermitteln.

Dezember 2011
Der ehemalige Mühlenverkaufsraum erstrahlt in neuem Glanz. Geräte und Dielenböden wurden repariert und mit Naturöl behandelt.

Mühle-Verkaufsraum - Heute

Mai 2011
Die neue Fischtreppe ist fertiggestellt.

April 2011
Zugang zu den Dachwohnungen an der Nordseite des Hauses.

Zugang - Dachwohnungen

März 2011
Das historische Wandtäfer in der guten Wohn- und Ess-Stube der Müller-Familie ist wiederhergestellt. Damals war die Benutzung dem Sonn- und Feiertag vorbehalten. Heute kann man hier täglich tafeln.

Wohnküche

Februar 2011
Modernste Kamintechnik für behagliches Ambiente, ursprünglicher fast unveränderter Zuschnitt der Räume. Hohe thermische Behaglichkeit durch Verwendung kapillaraktiver, diffusionsoffener Baustoffe. Gesundes Wohnen durch Vermeidung künstlicher Materialien. Schön restaurierte historische Holzböden. Mit natürlichen Materialien verputzte, helle Wände.

Kaminofen

Februar 2011
Jedes Detail erstrahlt neu und erfreut den Betrachter. Doch mehr noch: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind in Einklang gebracht worden

Türdetail
Parkettboden

Nutzung
Wo einst die Müllerfamilie wohnte, ist auch jetzt eine Wohnung zu finden, wo früher Mehl verkauft und Frucht angeliefert entstehen moderne Coworking Arbeitsplätze.

Januar 2011
Neue Treppe in die zweite Ebene einer Maisonettewohnung.

Treppe - Maisonettenwohnung

Dezember 2010
Uralter Holzboden durch fleißige Hände wiederbelebt. Unglaublich, mit welcher Wirkung er seine Rettung dem Betrachter dankt...

Kasettenboden

Februar 2010
Ein neuer Zugang zu den Dacheinheiten wird montiert.

Montage - Zugang Dachwohnungen

Dezember 2009
Das Dach wird repariert und gedämmt.

Sanierung Dach
Wiederherstellung Gebälk

Wiederherstellung
Das Mühlengebäude weist die charakteristische Formensprache des Klassizismus der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert auf. Die seit der Kriegszerstörung fehlenden Architektur-Elemente wurden wieder hergestellt.
 
Berühmte Architekten wie z.B. SCHINKEL beachteten in dieser Zeit genau die Maß-Details antiker Bauten. Säulen sind als Träger des Gebälks notwendiger Teil der Konstruktion und nicht nur Schmuckelement. Klare, blockhafte Formen wurden durch die Verwendung sorgfältig behauener Natursteine besonders betont. In dieser Epoche war nicht mehr Kirche und Aristokratie sondern das Bürgertum zum Kulturträger geworden. Deshalb wurden auch an Gebäuden wie z.B. die Mühle Ittenhausen Trauf-, Stockwerksgesims, Ecklisenen und Gewände bzw. Faschen in einheitlichen, den natürlichen Steinfarben entsprechenden Farbtönen gehalten, um so eine einheitliche Gliederung der Fassade zu erreichen und die Verwendung von Naturstein vorzutäuschen. Die Farbgestaltung des Mühlengebäudes sollte diesem historischen Konzept entsprechen. Traufe, Ortgang und Architekturelemente (Gewände, Gesimse und Lisenen) wurden deshalb im gleichen Farbton wie die vorhandenen Steinelemente gehalten.
 
Hier im Bild sichtbar der Versuch, die Verkröpfung am Giebel in diese Farbgestaltung einzubeziehen und den idealen "leichten" Farbton zu treffen, der dann nach unten kräftiger (dunkler) wird.

Giebel Verkröpfung

Detail der wiederhergestellten Lisene. Eine Lisene (von französisch lisière "Kante") diente im Klassizismus zur Belebung und Strukturierung der Fassade.

Sanierung Lisense

Juni 2009
Die noch erhaltenen Sandsteinteile werden repariert und ergänzt. Der am Mühlegebäude verwendete Stein ist der am Bodensee vorkommende grünlichgraue, feinkörnige, karbonatisch gebundene Sandstein (Rorschacher Sandstein).

Sanierung Treppe