Die Mühle Ittenhausen am Tag des offenen Denkmals 2016

Der ehemalige Walzenboden (Mühlenraum) vermittelt mit seinen technischen Elementen (Schrotgang, Mahlgang, Quetsch- und Walzenstuhl, Abfüllsilos) ein intensives Gefühl für die Mehlherstellung vergangener Zeiten. Entdecken Sie die sich ändernden Verfahren und Werte am Beispiel der Mehlherstellung. Die Dorfgemeinschaft Ittenhausen öffnet am Tag des offenen Denkmals 2016 von 13 Uhr bis 17 Uhr den Mühlenraum.

Bei Kaffee / Kuchen / belegten Broten und Getränken wird eine Bilderausstellung über die Geschichte von Ittenhausen gezeigt. Außerdem gibt es einen Mühlen-Film, der anlässlich des Jubiläums "800 Jahre Itttenhausen" gedreht wurde. Lassen Sie sich überraschen und besuchen Sie die Mühle Ittenhausen. Die Dorfgemeinschaft freut sich über Ihren Besuch.

Wohn-Loft, Künstlerwerkstatt, Coworking-Space, Eventlocation in Friedrichshafen:
Die Mühle Ittenhausen im Jahr 2016.

Das im Jahr 1198 erstmals urkundlich erwähnte Friedrichshafener Kulturdenkmal hat eine bewegte Geschichte. Mehlproduktion seit dem Mittelalter, Zeiten der Verwahrlosung, Instandsetzungen, jahrzehntelanger Dornröschenschlaf... Heute findet man hier außergewöhnliche und stilvolle Einheiten zum Wohnen, Arbeiten, Präsentieren und Feiern.

Historische Mühlen sind die ältesten Kraftmaschinen der Menschheit und Zeugen einer Jahrtausende alten Technikgeschichte. Jedes im Gebäude noch vorhandene Technikdetail vermittelt einen Bezug zu historischen Erfindungen und schafft eine Brücke zum Heute.

Die nach modernen Standards sanierten Räume machen spürbar, wonach wir heute suchen: Frische Ideen und ungewöhnliche Lösungen, die historisches Wissen mit aktuellen Ansprüchen verweben und so einen positiven Beitrag für die Zukunft unserer modernen Informationsgesellschaft leisten.

Bei Herstellung und Lagerung von Mehl waren Holzschutzmittel schon immer tabu. Diese Vorgabe wurde bei der Sanierung fortgesetzt: Gesundes Wohnen durch Vermeidung künstlicher Materialien. Schön restaurierte, mit Naturölen behandelte historische Holzböden. Mit natürlichem Kalk verputzte, helle Wände. 

Die einst revolutionäre Philosophie des Bauhauses mit der Trennung von Wohnen und Arbeit hat ausgedient. Was man damals nicht wissen konnte, ist, dass schon am Ende des 20. Jahrhunderts nicht mehr rauchende Schlote unsere Städte prägen würden, sondern Laptops, Handys und Telekommunikation. All das war damals völlig unvorstellbar - konkret: 100 Jahre später können wir wieder Wohnen und Arbeiten verbinden. In der Mühle Ittenhausen funktioniert das schon sehr erfolgreich.